Die online-Partnervermittlung ist offenbar ein beliebtes Feld. Auch Facebook möchte sich nun daran beteiligen. Wie Marc Zuckerberg vor der Entwicklerkonferenz F8 in San José ankündigte, möchte nun auch Facebook in das Geschäft mit der Online Liebe einsteigen.

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Damit wird Facebook vor allem den gratis Flirtportalen wie Tinder und Badoo Konkurrenz machen. Da die meisten dieser Gratis-Flirt-Tool aber eh schon via Facebook-Account funktionieren, ist eine eigene Dating-Funktion bei Facebook keine grosse Neuerung. Ausserdem darf davon ausgegangen werden, dass auch die Facebook Dating-Funktion für die User gratis sein wird.

Werde ich als Facebook-User nun automatisch zum Partnersuchenden?

Nein! Natürlich nicht. Gemäss Ankündigung wird der Dating-Bereich über eine sogenannte Opt-In-Funktion verfügbar sein. Das bedeutet, dass nur derjenige Facebook-Nutzer zum Partnersuchenden wird, der das auch tatsächlich möchte. Wie das technisch umgesetzt werden soll, und ob das eventuell über eine eigene Facebook-Gruppe laufen soll, wurde zunächst nicht bekannt.

Fakt ist aber, dass der flirtwillige Facebook-User keine Flirtpartner aus dem eigenen Freundeskreis vorgeschlagen bekommen soll, was ja auch Sinn macht. Vielmehr sollen die Kontaktvorschläge aus einer Gruppe Partnersuchender generiert werden. Wie die Kontaktvorschlage im Einzelnen erstellt werden und ob es einen Algorithmus à la Parship geben wird, ist ebenfalls noch nicht bekannt.

Konkurrenz für Parship und Co.?

Zuckerberg betont, dass er Facebook Usern helfen will, langfristige Beziehung aufzubauen. Offenbar haben sich ohnehin schon viele Paare via Facebook kennengelernt, so dass dies nun ein logischer Schritt sei.

Aus unserer Sicht wird es auf absehbarer Zeit nicht gelingen, eine echte Parship-Konkurrenz via Facebook aufzubauen. Wir gehen ohnehin davon aus, dass es Facebook nicht auf echte Partnersuchende, sondern eher auf Singles mit Flirtbedarf abgesehen haben wird. Dies dürfte eher das Geschäftsmodell der Gratis-Börsen Badoo oder Tinder angreifen.

Möglicherweise werden aber auch die kostenpflichtigen Singlebörsen die neue Konkurrenz zu spüren bekommen. Deren Mitglieder haben einen ähnlichen Anspruch wie die potenziellen Interessenten an der Facebook Dating-Funktion. Für die klassischen Partnervermittlungen hingegen sollte Facebook keine echte Konkurrenz werden.

Das liegt schon allein in der Natur der Sache: wer ernsthaft und seriös auf Partnersuche geht, möchte das nicht über ein Flirtportal tun, wo man nur oberflächliche Kontakte knüpfen kann. Und so hat es klingt: ein hoher Abo-Beitrag wie zum Beispiel bei Parship, garantiert, dass sich auf dem Portal nur solche Nutzer aufhalten, die ebenfalls ernsthaft auf der Suche nach einem Lebenspartner sind. Das wird so bei Facebook nicht möglich sein.

Und der Datenschutz?

Das dürfte die grösste Angst der Facebook-User werden. Was passiert mit meinen Daten. Bin ich nun automatisch im Partnersuche-Algorithmus drin, wenn ich meinen Beziehungsstatus auf „Single“ stelle?

Wir wissen natürlich auch nicht genau, welche Daten der Facebook-Nutzer für die neue Dating-Funktion herangezogen werden. Fakt ist aber: Facebook wird seine gesammelten Personendaten mit Sicherheit für die Dating-Funktion verwenden. Für alle Tinder-Nutzer beispielsweise sollte das aber eigentlich kein Problem sein. Tinder greift jetzt ohnehin schon auf Facebook-Daten zurück.

Wer allerdings eher mit seinen personenbezogenen Daten geizt und wem Datenkraken wie Facebook eher Angst machen, der wird auch mit der neuen Dating-Funktion nichts anfangen können.
Allerdings garantiert Facebook, dass die eigenen Facebook-Kontakte von der Partnersuche nichts mitbekommen. Auch die Partnervorschläge werden nur die interessierten Partnersuchenden sehen, nicht aber deren Kontakte. Wir werden sehen, wie Facebook dies in der Praxis umsetzen wird.

Fazit

Wir wissen noch nicht, wann der neue Dienst zur Verfügung stehen wird. Aber interessant ist er allemal. Zumal wir davon ausgehen, dass der Dienst für Facebook-User gratis sein wird. Damit ist er zwar eine echte Konkurrenz für Gratis-Firttools wie Tinder und Badoo, und eventuell auch für einige kostenpflichtige Singlebörsen. Allerdings sehen wir das Geschäftsmodell der klassischen Partnervermittlungen nicht massgeblich gefährdet. Dort ist vor allem der Preis-Faktor ein Garant für seriöse Partnersuchende. Diesen Garant sehen wir bei Facebook momentan nicht.