Hatten Frauen in der DDR den besseren Sex?

Hatten Frauen in der DDR den besseren Sex?
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Na hoppla! Mal good News aus der DDR? War doch nicht alles schlecht?
Die DDR war ja nun nicht gerade für ein gut funktionierendes Wirtschaftssystem bekannt und um die Zufriedenheit der Einwohner stand es offenbar auch nicht zum Besten. Nicht umsonst haben viele Leib und Leben riskiert beim Versuch, ihr Heimatland in Richtung Westen zu verlassen.

Doch in einem -wohl dem einzigen- Punkt war die DDR wohl dem Westen überlegen: Die DDR-Bürgerinnen hatten den besseren Sex!

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Oder kam es ihnen nur besser vor, weil alles Andere so schlecht war und wenigstens der Sex ein wenig Freude in den tristen DDR-Alltag brachte?

Wir sind dem auf den Grund gegangen, mit überraschenden Erkenntnissen: Dass Frauen in der DDR tatsächlich den besseren Sex hatten, dafür sorgten die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die einen natürlicheren -und damit- erfüllenderen Sex ermöglichten.
 

Die Fakten

Aber halten wir uns an die Fakten. Es gibt diverse Studien zum sexuellen Leben in der DDR. Eigentlich kommen sie alle zu dem gleichen Resultat: das sexuelle Leben der DDR war natürlicher und freizügiger als im Westen und die die sexuelle Zufriedenheit der Frauen dadurch entsprechend grösser.

Zum wohl ersten Mal beschäftigte sich die renommierte Zeitschrift Der Spiegel 1976 mit dieser Thematik. Zu diesem Zweck wurden 70 DDR-Bürger befragt. Das Fazit: „Mehr sexuelle Freizügigeit – aber ohne Sexrummel“. Offenbar bewirkte die wirtschaftliche und gesellschaftliche Autonomie der DDR-Frauen, dass der Sex äusserst vergnüglich war. Der Druck durch Pornos und sexualisierte Werbung fehlte.

Auch nach der Wende beschäftigten sich Studien mit dem unterschiedlichen Sexualverhalten von Ost- und Westfrauen. Die Resultate sind immer vergleichbar: DDR-Frauen waren sexuell glücklicher als ihre Schwestern im Westen.

Die US-Amerikanische Geschlechterforscherin Kristen Ghodsee beschäftigt sich in einer Studie gar mit dem Sexleben der Frauen im Sozialismus allgemein und bezieht dabei Frauen des gesamten ehemaligen Ostblocks mit ein. Die Studie wurde kurz nach Zusammenbruch des Ostblocks erstellt und kommt zu dem Resultat, dass Ostfrauen im Schnitt doppelt so viele Orgasmen hatten wie Frauen im Westen.
 

Die Ursachen

Neben einer funktionierenden Beziehung haben vor allem die soziokulturellen Rahmenbedingungen einen Einfluss auf die Qualität des Sexuallebens einer Frau. Dass dieser Einfluss jedoch so hoch zu gewichten ist, war bislang nicht bekannt. So spielen beispielweise der Stellenwert der Frau in der Gesellschaft sowie die finanzielle Unabhängigkeit vom Mann eine grosse Rolle. Die DDR war in dieser Hinsicht sehr fortschrittlich und bereits in den 60ger Jahren auf einem Stand, der in der BRD erst nach der Wende erreicht wurde. In einigen Punkten gab es sogar nach der Wende für die Ost-Frauen gewisse Rückschritte, die die sexuelle Zufriedenheit seit der Wende negativ beeinflusst haben dürften. Entsprechende Studien stehen allerdings momentan nicht zur Verfügung.
 

Gleichberechtigung

In Puncto Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau hatte die DDR von Anfang an die Nase vorn: Frauen gingen zumeist zu 100 Prozent einer beruflichen Tätigkeit nach und waren auch in Führungspositionen vertreten. Sie waren dadurch finanziell von ihren Ehemännern unabhängig. Nach einer Scheidung wurde nicht monatelang um die Versorgung der Ex-Frau gestritten, sondern jeder ging seiner Wege.

Die finanzielle Unabhängigkeit der Frau wurde auch dadurch gestärkt, dass nach der Geburt eines Kindes keine Job-Gefahr bestand. Im Gegensatz dazu bedeutete für viele Frauen im Westen die Mutterschaft häufig den Verlust der Arbeit, was eine starke finanzielle Abhängigkeit vom Ehemann zur Folge hatte. Die Westdeutsche Frau wurde -mehr oder weniger freiwillig- in eine hauptberufliche Hausfrauenrolle gedrängt, während die DDR-Frau nach der Mutterschaft wieder in ihrem alten Beruf arbeiten konnte.

Ohnehin galt die Ehe in der DDR weniger als Versorgungsmodell. Vielmehr wurde in der DDR geheiratet, weil man nur dann eine Wohnung bekam.
 

Abtreibung

Natürlich ist das Sexualleben erfüllender und ausgelassener, wenn Frau nicht mit ungewollten Folgen rechnen muss. Abtreibung war in der DDR seit 1972 (!) in den ersten 12 Wochen straffrei. Im Westen hingegen galt Abtreibung noch bis in die 90ger Jahre als politisches Tabu und war nur nach einer Vergewaltigung oder bei medizinischer Indikation möglich.

Diese juristische Freiheit der DDR-Frauen führte nicht in erster Linie zu einer exorbitant hohen Abtreibungsquote, sondern dazu, dass der Sex lockerer wurde. Während das Abtreibungsverbot im Westen die Frauen eher zu illegalen Abtreibungen und damit nicht selten sogar in den Tod trieb.
 

Kinderbetreuung

Indirekt spielt auch die Kinderbetreuung eine Rolle, wenn es um die sexuelle Erfüllung der Frauen geht. Muss sich eine Frau den ganzen Tag um Kleinkinder kümmern und hat kaum Kontakt zu erwachsenen Personen, dann bleibt sie intellektuell auf der Strecke. Gerade bei gut ausgebildeten Frauen führt dies nicht selten zu Frustrationen. Dies schlägt sich natürlich auch auf das Sexualleben nieder.

In der DDR war die Kinderbetreuung staatlich organisiert – die DDR-Frau sollte ja arbeiten gehen. Entsprechend gut und flächendeckend war die Kinderbetreuung. Die DDR-Frau wusste, dass ihr Kind gut versorgt wurde und konnte sich im Beruf weiterentwickeln. Der Alltag war somit weniger durch Stress und Hektik geprägt wie der der Westfrau.
 

Übersexualisierung der Medien

Auch die Frage, wie die öffentlichen Medien mit Sex-Themen umgehen, hat einen Einfluss auf das Sexleben der Frau. In der DDR war Sex in den Medien kein Thema. Werbung war ohnehin frei von sexuellen Anspielungen und Klischees. Ausserdem war die Werbung in der DDR weniger aufdringlich wie im Westen. Fernsehwerbung gab es schlicht nicht. Die Medien waren demnach auch nicht derart übersexualisiert wie das in westlichen Ländern der Fall ist.

Erotikfilme gab es in der DDR zwar, sie hatten jedoch eher einen etwas kindlich-naiven Charme. Pornografische Darstellungen waren nicht üblich und reine Pornofilme gab es schlicht nicht. Insbesondere bei Pornofilmen ist bekannt, dass sie Frauen unnötig unter Druck setzen und sich dies negativ auf das Sexleben auswirkt.

Insgesamt fehlte die durch Medien gesteuerte Übersexualisierung in der DDR, es gab auch keine öffentliche Prostitution mit all ihren negativen Begleiterscheinungen.
 

Einfluss auf die Sexualität der Frau

All dies sorgte für mehr sexuelle Selbstbestimmung der DDR-Frauen gegenüber den Frauen im Westen. Letztere wurden in der Ehe weitegehend in eine Mutterrolle gedrängt und arbeiteten zumeist auch gar nicht, oder nur Teilzeit. Der Mann wurde zum alleinigen Versorger der Familie und die Ehefrau damit in eine passive Rolle gedrängt.

Selbstbestimmung -auch in sexueller Sicht- wurde in den Hintergrund gedrängt. Hinzu kamen restriktivere Familiengesetze, insbesondere hinsichtlich der Abtreibung. Betrachtet man dies alles vor dem Hintergrund der im Westen stets präsenten Sexualisierung in den Medien und dem problemlosen Zugang zu pornografischem Material, dann wurde der sexuelle Druck auf die Frauen deutlich grösser, als es ihre „Schwestern“ im Osten erlebten. Es verwundert daher nicht, dass die DDR-Frauen in Puncto sexueller Zufriedenheit die Nase vorn hatten.

Hinzu kommt die in der DDR weit verbreitete Kultur des Nacktbadens, dem sogenannten FKK (Freikörperkultur). Von Mai bis September, von der Ostsee bis zum Baggersee – nacktbaden war in der DDR etabliert und ein Zeichen körperlicher Freiheit in einem Staat, der seine Bürger hinter Mauer und Stacheldraht einschloss. Wenigstens die Freiheit des FKK konnte den DDR-Bürgern niemand nehmen.
 

Was lernen wir daraus?

Weniger ist mehr, und das gilt eben auch für das Sexleben. Wer ständig von links und rechts mit Sexinhalten konfrontiert wird, entwickelt eine Art Überdruss, was sich negativ auf das eigene Sexualleben auswirkt. Oversexed and underfucked, dies beschreibt den Zustand des Sexlebens in westlichen Kulturen recht genau.

Diese Beschallung mit Sexinhalten gab es in der DDR nicht. Der Alltag war trist und eintönig und frei von sexuellen Anspielungen, was der sexuellen Freiheit der Frauen jedoch offensichtlich Auftrieb gab.

Unser Tipp daher insbesondere für Frauen: Vermeiden Sie den Konsum von Pornos, vergleichen Sie sich nicht mit Frauen aus der Werbung oder dem Modekatalog. Und ganz wichtig: bleiben Sie finanziell unabhängig von Ihrem Mann. Bleiben Sie auch nach der Geburt Ihrer Kinder berufstätig und verdienen Sie Ihr eigenes Geld. Behalten Sie unbedingt ein eigenes Konto und nach Bedarf ein eigenes Auto. Wenn Sie Ihrem Ehemann auf gleichem Niveau begegnen können, werden Sie auch Freude am Sex haben.

 
 

Siehe auch:

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