Die häufigsten Betrugsmaschen auf Kontaktbörsen

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Singlebörsen, Partnerbörsen oder auch Erotikportale sind heutzutage beliebt wie nie zuvor. Leider haben auch Betrüger die Kontaktportale für sich entdeckt.

Im Schutz der Anonymität des Internet gehen sie mittlerweile skrupellos und professionell vor und suchen sich ihre Opfer sehr gezielt aus. Damit Sie nicht Opfer solcher Betrügereien werden, haben wir für Sie die wichtigsten Betrugsmaschen zusammengestellt und geben Tipps, was Sie tun können wenn Sie einem solchen Betrüger begegnen.
 

Romance Scam

Romance Scam ist mittlerweile eine der verbreitetesten Betrugsmaschen auf Kontaktbörsen. Und so harmonisch der Name auch klingen mag: es handelt sich hierbei um eine sehr perfide Betrugsart.

Das Vorgehen ist dabei immer ähnlich und schnell erklärt: Per Kontaktportal werden meist ältere, einsame Frauen angeschrieben. Beim Betrugsprofil handelt es sich ausnahmslos um sehr attraktive Männer, die beruflich erfolgreich und sehr wohlhabend sind. Oft sind die Männer sogar um Einiges jünger als die angeschriebenen Damen. Meist schreiben sie auf Englisch oder in schlechtem Deutsch.

Die Geschichten sind immer ähnlich: ein erfolgreicher Geschäftsmann aus England oder den USA, verwittwet, möchte seinen Lebensabend in Deutschland verbringen und sucht nun noch die passende Begleitung dafür. Das Alter der potentiellen Partnerin ist ihm dabei egal, für ihn spielen Äusserlichkeiten keine Rolle.

Es folgen Wochen bis Monate des Mailens und Chattens, eventuell erfolgt der Kontakt auch per Telefon. Das potentielle Opfer wird dabei nach allen Regeln der Kunst umgarnt. Manchmal gibt es auch einen Strauss Rosen. Dann werden plötzlich Heiratspläne geschmiedet. Der attraktive Mann hat angeblich sogar schon Eheringe gekauft und schickt Fotos davon.

Nun wird es langsam ernst. Die anvisierte Frau hat sich zu diesem Zeitpunkt meist hoffnungslos in die vermeintlich gute Partie verliebt und wird zunehmend unkritischer. Es wird ihr ein reales Treffen in Aussicht gestellt, aber plötzlich ist etwas dazwischen gekommen und der Mann braucht dringend Geld, das er ihr natürlich sobald als möglich zurückzahlt. Die Überweisung eines meist 4-stelligen Betrages (!) soll üblicherweise via Western Union erfolgen.

Achtung: spätestens hier sollten Sie skeptisch werden. Überweisen Sie niemals Geld an Personen die sie noch nie zuvor gesehen haben, und vor allem nicht via Western Union. Was nämlich die wenigsten wissen: es handelt sich hierbei um eine Barauszahlung. Das heisst, das Geld ist dann definitiv weg und man kann es auch nicht zurückordern.

Diese Betrugsmasche ist besonders perfid, weil sie die Einsamkeit und Verliebtheit alleinstehender Frauen schamlos ausnutzt. Neben dem finanziellen Desaster entsteht hier zusätzlich noch das Gefühl der Peinlichkeit, weil man völlig naiv und ohne nachzudenken auf eine eigentlich recht plumpe Betrugsmasche hereingefallen ist. Zu dem versprochenen Treffen mit dem Traummann kommt es natürlich nie.

Nach erfolgter Geldübergabe hört man entweder gar nichts mehr von dem Betrüger, oder es kommen weitere Geldforderungen hinzu. Das Betrugsprofil ist selbstverständlich gefälscht, die Fotos aus dem Internet zusammengeklaut. Hinter den Betrügern stehen meist organisierte Banden aus Schwarzafrika (Ghana, Nigeria).
 
Was können Sie tun?

Prophylaktisch: Seien Sie skeptisch und bewahren Sie gesunden Menschenverstand! Sind Sie eine Frau über 50? Und Sie wurden von einem 40-jährigen attraktiven, erfolgreichen Mann angeschrieben, der Sie nun mit wunderschönen Liebes-Mails geradezu überhäuft? Überlegen Sie genau! Er sagt ihm sei das Alter egal? Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Männer suchen keine älteren Frauen, es sei denn sie sind erst 15 und wollen erste Erfahrungen sammeln. Aber darum geht es hier nicht. Hier geht’s vielmehr darum, Sie nach allen Regeln der Kunst einzulullen und finanziell gefügig zu machen!

Bleiben Sie realistisch und tauschen Sie sich im Zweifelsfall mit Ihrer besten Freundin aus oder erzählen Sie Ihren Kindern von Ihrer Internet-Liebschaft. Meist sehen Aussenstehende klarer, um was es geht. Sie haben immer noch Zweifel? Googeln Sie den Namen Ihrer Bekanntschaft und auch das Foto. Meist finden Sie rasch Informationen, wie Ihr Traummann auch andere einsame Frauen schon über den Tisch gezogen hat. Aber der allerwichtigste Tipp ist und bleibt: überweisen Sie niemals, wirklich niemals, Geld an Ihre Internet-Bekanntschaft!!!

Wenn es zu spät ist: Sie haben bereits viel Geld an einen vermeintlichen Traummann aus dem Internet überwiesen? Leider haben wir hier keine guten Nachrichten für Sie. Sollten Sie das Geld via Western Union überwiesen haben, ist das Geld weg. Hier können Sie leider gar nichts mehr tun und alle Versuche, das Geld zurückzuholen, kosten Sie nur noch mehr Geld.

Haben Sie einen anderen Zahlungsweg gewählt, können Sie zumindest versuchen, das Geld zurück zu ordern. Wenn Sie schnell sind, ist das manchmal erfolgreich. Leider lohnt es sich auch nicht, bei der Polizei einen Strafantrag zu stellen. Rein juristisch gesehen gab es keine strafbare Handlung. Sie haben das Geld freiwillig überwiesen und sicher haben Sie keine schriftliche Abmachung, wie und wann Ihnen das Geld zurückgezahlt werden soll.

Überdies agieren die Romance Scammer von Afrika aus und da sind der nationalen Polizei ohnehin die Hände gebunden. Am besten löschen Sie sämtliche Mails und vergessen das was geschehen ist. Und natürlich: erzählen Sie es weiter, auch wenn es schmerzt und peinlich ist. Aber wenn die Betrugsmasche des Romance Scam public wird, dann haben diese Art Betrügereien irgendwann keine Chance mehr, weil es keine potentiellen unwissenden Opfer mehr gibt.
 
Unser Tipp: Kostenloses eBook zum Thema Romance Scam

Unter dem folgenden Link können Sie das kostenlose eBook zu diesem Thema downloaden: http://www.detektei-aplus.de/romance-scammer-heiratsschwindler-der-neuzeit.htm

 

Die Osteuropa-Abzocke

Auch hier handelt es sich um modernen Heiratsschwindel wie beim Romance Scam. Allerdings sind diesmal die Männer die Opfer. Das Vorgehen ist dabei ähnlich: einsame Männer egal welchen Alters werden von netten osteuropäischen Frauen angeschrieben. Die Frauen sind sehr offen und geben rasch persönliche Dinge preis. Sie tun sehr verliebt und schicken auch reizende Fotos von sich. Dabei appellieren sie rasch an die Grundbedürfnisse der Männer, indem sie erzählen, dass sie am liebsten eine Familie hätten und sich dann nur noch um Haus und Kinder kümmern möchten. Karriere und Selbstverwirklichung sind ihnen fremd. Sie möchten stattdessen lieber ein Hausmütterchen sein.

Sobald sich die Männer verliebt haben, gibt es dann irgendeine rührende Geschichte mit der Bitte, doch etwas Geld zu schicken. Eigentlich müsste der Mann ja spätestens hier misstrauisch werden, aber zu diesem Zeitpunkt ist er schon zu sehr verliebt und hat viel zu viel Mitleid mit seiner angebeteten Osteuropäerin.

Was tun, wenn Sie mit einer solchen Scammerin zu tun haben? Auch hier gilt wieder der beste Tipp: bewahren Sie Ihren gesunden Menschenverstand! Bleiben Sie misstrauisch. Wenn etwas zu schön tönt, um wahr zu sein, dann ist es auch nicht wahr. Und natürlich gilt auch hier wieder: schicken Sie niemals Geld! Denn eines ist sicher: Sie werden weder Ihr Geld jemals wiedersehen, noch werden Sie Ihrer angebeteten Internetbekanntschaft jemals real begegnen. Denn diese Dame gibt es überhaupt nicht. Hinter dem schön aussehenden Profil verstecken sich osteuropäische Betrügerbanden, die nur auf Ihr Geld aus sind. Wachen Sie auf und brechen Sie am besten jeglichen Kontakt zu diesem Profil ab, es nutzt Sie nur aus und macht Sie noch einsamer.
 

Pakete oder Geld schicken

Diese Betrugsmasche steht oft im Zusammenhang mit den beiden oben beschriebenen Betrugsvarianten. Dabei werden ähnlich wie bei der Osteuropa-Abzocke und dem Romance Scam zunächst das Vertrauen und sogar die Liebe einsamer Liebessuchender erschlichen. Anschliessend sollen Sie jedoch nicht Geld an den Scammer schicken, sondern Pakete oder Schecks für Ihren Liebsten/Ihre Liebste weiterleiten. Eine harmlose Sache? Leider nicht! Bei den weiterzuleitenden Sachen handelt es sich mit Sicherheit um gestohlene Ware, deren Nachverfolgung durch die Weiterleitung über Sie nun erschwert werden soll. Im schlimmsten Fall lässt sich die heisse Ware nur bis zu Ihnen nachforschen, was Sie nun plötzlich ins Licht der Kriminalpolizei rückt. Und damit nicht genug: sie haben sich sogar wirklich strafbar gemacht. Daher unser Tipp: Leiten Sie niemals im Auftrag einer unbekannten Person Geld oder Pakete an andere weiter. Egal wie glaubwürdig die Geschichte auch klingen mag, es gibt keinen legalen Grund für derartige Weiterleitungen.
 

Prostituierte auf Singlebörsen

Auch bei diesem Thema gilt es, aufzupassen! Die Opfer sind meist Männer, die sich in dem Glauben, ein nettes Mädchen kennengelernt zu haben, auf eine Prostituierte einlassen. Zur Kontaktaufnahme werden oft kostenlose Singlebörsen mit Chatfunktion genutzt. Dies ist nicht weiter ungewöhnlich. Skeptisch werden sollte Mann allerdings, wenn die Dame deutlich jünger als der Mann ist und Fotos in freizügigen Posen schickt. Auch hier gilt wieder unser Universaltipp: Bewahren Sie gesunden Menschenverstand. Was findet eine 20-Jährige an einem über 50-jährigen Mann mit Waschbärbauch? Ganz klar: die will sein Geld! Seien Sie daher misstrauisch wenn es zu schön ist, um wahr zu sein.

Und falls es zu spät ist: Haben Sie sich mit Ihrer Traumfrau verabredet und sie verlangt anschliessend Geld von Ihnen? Hier ist es besser, Sie zahlen den geforderten Betrag. Andernfalls laufen Sie Gefahr, ungebetenen Besuch von einem Zuhälter zu bekommen, und der wird sicher nicht zimperlich mit Ihnen umgehen.

Noch ein abschliessender Hinweis: Die vorliegende Betrugsmasche betrifft vor allem kostenlose Singlebörsen, oder solche Portale, die für Frauen kostenlos sind. Mittlerweile scheint das Vorgehen jedoch lukrativ genug zu sein, Geld in ein Abo zu investieren. Daher sollten Sie auch bei seriösen Portalen wie Parship oder Single.de auf der Hut sein. Die Wahrscheinlichkeit, hier einer Prostituierten zu begegnen ist zwar deutlich geringer als auf einem kostenlosen Portal, aber ausgeschlossen ist es leider nicht.
 

Lover Boys

Eine besonders perfide Betrugsmethode ist die der Loverboys. Die Opfer sind besonders sehr junge Frauen, der Tatort sind häufig Social Communitys wie Facebook. Die jungen Frauen werden angehimmelt und es werden ihnen Komplimente gemacht, die sie so noch nie gehört haben. Schnell gehen sie ihrem vermeintlichen Verehrer auf den Leim, der sie nach einiger Zeit langsam aber sicher in die Prostitution treibt. Oft sind dann auch Drogen mit im Spiel. Die Betrüger gehen dabei recht geschickt vor und versuchen zunächst, ihre Opfer sozial zu isolieren. Dabei werden sie ihren Eltern und später auch ihren Freundinnen gegenüber entfremdet. Erst wenn diese Kontakte auf ein Minimum beschränkt wurden, schlägt die Falle zu. Die Opfer können nun auch keine Hilfe mehr holen, weil sie sich bereits sozial isoliert haben und mit niemandem mehr über ihre Pein reden können. Oftmals können Sie aus diesem Sumpf erst herausgeholt werden, wenn die Polizei sie aufgreift. Aber auch dann ist ein Zurück nur sehr schwer zu bewältigen.

Unser Tipp, damit Sie nicht Opfer einer solchen Masche werden: Lassen Sie sich niemals von einem Liebhaber gegen Ihre Familie oder Ihren Freundeskreis aufbringen. Und lassen Sie sich nie auf Drogen ein! Dies senkt die Hemmschwelle und man tut plötzlich Dinge, die man sonst nicht tun würde. Ausserdem dürfen Sie sich niemals zu Sex mit seinem besten Freund überreden lassen. Dies ist meist der Beginn der eigentlichen Prostitution. Sollte Ihr Freund das von Ihnen verlangen, dann verlassen Sie ihn umgehend und brechen Sie den Kontakt sofort ab! Bevor es zu spät ist. Und lassen Sie sich mit nichts Erpressen. Ein Erpresser wird immer einen Schritt weiter gehen und irgendwann stecken Sie richtig tief im Schlammassel. Bleiben Sie auch hier misstrauisch!
 

Fazit

Es gibt viele Betrugsvarianten auf den diversen Kontaktbörsen. Und solange es naive potentielle Opfer gibt, werden sich auch immer genügend Betrüger auf diesen Portalen tummeln. Unser Universaltipp gegen all diese Betrugsvarianten ist: Seien sie misstrauisch und bewahren Sie den gesunden Menschenverstand. Hinterfragen Sie die Motivation der Person, mit der sie (vermeintlich) zu tun haben.

Bei all diesen Vorsichtsmassnahmen sollte Ihnen jedoch der Spass am online Chatten, Daten und Flirten nicht verdorben werden. Bleiben Sie locker! Geben Sie jedoch bei fremden Personen nicht zu viel von Ihnen Preis. Öffnen Sie sich erst, wenn Sie Vertrauen gewonnen haben. Nicht zuletzt sollten Sie versuchen, Ihre Onlinebekanntschaft im realen Leben zu treffen. Dann merkt man recht schnell, ob die Tatsachen stimmen und sich nicht ein Betrüger hinter dem Profil verbirgt. Sollte Ihnen jedoch irgendetwas merkwürdig vorkommen oder wird ein reales Treffen immer wieder mit fadenscheinigen Ausreden verschoben, dann brechen Sie besser den Kontakt ab und löschen sämtliche Verbindungen zu diesem Profil.

Schliesslich sollten Sie sich auch genau überlegen, auf welcher Art Portal Sie Ihre online Liebe suchen. So schön wie es klingen mag, wenn eine Kontaktbörse gratis ist, so ist doch auch die Wahrscheinlichkeit höher, dass Sie hier auf einen Betrüger stossen. Denn Betrüger wollen ja Ihr Geld ergaunern, und nicht erstmal Geld für ein Abo ausgeben. Ausserdem haben die gängigen (und leider auch etwas teureren) Partner- und Singlebörsen ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem, mit welchem Fake-Profile und Prostituierte meist gefunden und auf dem Portal identifiziert und gelöscht werden können. Schon allein deswegen bewegen Sie sich sicherer auf einem kostenpflichtigen Portal. Am besten schauen Sie in unseren grossen Singlebörsenvergleich:

 

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Siehe auch:

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