Singlebörsen: Seriös oder Abzocke?

Singlebörsen: Seriös oder Abzocke?
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Wenn man im Internet nach den bekannten Singlebörsen googlet, dann findet man immer wieder Hinweise in Foren und Kommentaren, dass Singlebörsen eine Abzocke sind. Doch trifft dies wirklich zu?

Abzocke bei Singlebörsen

Die Grenze zwischen Abzocke und normalen Geschäftsgebaren ist fliessend. Viele Partnersuchende im Internet empfinden insbesondere folgendes als Abzocke:

Automatische Vertragsverlängerung

Es ist leider üblich, dass sich kostenpflichtige Mitgliedschaften bei Singlebörsen automatisch verlängern. Dies ist bei allen grossen Anbietern aus unserem Singlebörsen Test der Fall. Die Partneragenturen weisen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) darauf hin. Begründet werden automatische Verlängerungen von Abonnementen damit, dass Singles ohne Unterbruch online auf die Partnersuche gehen sollen. Denn wer will schon seinen Traumpartner wegen eines nicht verlängerten Abos verpassen? Der Verdacht drängt sich aber auf, dass die Singlebörsen mit automatischen Vertragsverlängerungen nicht selbstlos handeln. Mit automatisch verlängerten Abos (auch von Singles, die dank der Partnerbörse ihren Traumpartner gefunden haben) lässt sich viel Geld verdienen.

Unser Tipp: Schliessen Sie zu Testzwecken nur kurze Abos ab und kündigen Sie diese rechtzeitig. Setzen Sie sich einen Terminblocker im Kalender oder kündigen Sie direkt nach Vertragsabschluss auf den nächstmöglichen Termin.

Fake-Profile

Auch unechte Profile werden von Singles als Abzocke betrachtet. Gerade kleinere Singlebörsen könnten Mitarbeiter beschäftigen, die sich als Singles ausgeben. Oder ausgewählten Mitglieder Geld für online Aktivitäten bezahlen. So kann bei einem Besucher der Eindruck einer aktiven Community entstehen und angemeldete Singles können dazu verlockt werden, eine kostenpflichtige Vollmitgliedschaft zu lösen, um die Nachrichten der angeblichen Singles lesen und beantworten zu können. Unserer Meinung nach ist dies bei den grossen Partnervermittlungen aus unserem Singlebörsen-Vergleich kein Problem. Diese haben es nicht nötig, zu solchen Abzocker-Methoden zu greifen.

Kostenlose Anmeldung oder Registrierung

Fast alle Singlebörsen werben damit, dass die Anmeldung kostenlos ist. Das ist grammatikalisch und rechtlich korrekt: Die Anmeldung ist kostenlos. Will man die Singlebörse dann tatsächlich zur Partnersuche nutzen, dann muss man aber ein kostenpflichtiges Abonnement – eine Premium-Mitgliedschaft – lösen. Nur so kann man unbegrenzt mit anderen Singles Nachrichten austauschen. Auch dies kann als Abzocke ausgelegt werden. Oder würden Sie es als seriös empfinden, wenn Aldi oder Lidl mit „kostenloser Eintritt“ werben würden?

Seriöse Singlebörsen und Abzocke

Das Internet ist ein guter Gradmesser, ob Singlebörsen seriös sind oder auf Abzocke aus sind. Gerade geschädigte Personen finden im Web eine Vielzahl von Möglichkeiten, ihren Ärger anderen Singles mitzuteilen. Foren, Seiten mit Testberichten oder auch die Kommentar-Funktion in Blogs oder hier auf Singlebörse Vergleich (jeweils am Ende eines Artikels) werden von solchen Personen rege genutzt.

Wir haben deswegen den Test gemacht und Anfang 2012 bei Google.de jeweils die Anzahl Suchergebnisse mit dem Markennamen der Singlebörse sowie die Anzahl Suchergebnisse mit dem Anbieter plus dem Wort „Abzocke“ gemacht. Dabei haben wir als Zeitraum „letztes Jahr“ gewählt, um aktuelle Daten zu erhalten. Anschliessend haben wir diese Ergebnisse zueinander in Relation gesetzt. Daraus ergibt sich die „Abzocker-Quote“ bei den einzelnen Singlebörsen.

Beispiel: Die Suche nach Parship auf Google.de ergibt 1’680‘000 Treffer. Die Suche nach Parship Abzocke ergibt 51’200 Treffer. Die „Abzocker-Quote“ beträgt also 51‘200/1’680‘000 = 3.0%.

Die Ergebnisse für die durch uns getesteten Singlebörsen sind insgesamt sehr gut. Fast alle Singlebörsen, insbesondere DatingCafe, Single.de, Bildkontakte, be2, Upzz, KissnoFrog, Lovescout24, Partnersuche.de, Partner.de, eDarling, elitePartner und neu.de liegen im grünen Bereich mit einer Abzocker-Quote von unter 3.0%. Abgeschlagen mit 6.1% ist Flirtcafe aufgeführt.

Abzocke bei eDarling, KissNoFrog und iLove?

Wir haben die drei negativen Ausreisser von unserer Erhebung im 2010, eDarling, KissnoFrog und iLove näher angeschaut. Die Grafik mit den früheren Ergebnissen finden Sie hier. Stöbert man in Foren, dann wird klar, was die spezifischen Gründe sind, warum diese Singlebörsen als Abzocke bezeichnet werden.

eDarling

Die grössten Ärgernisse bei eDarling waren dabei die automatischen Vertragsverlängerungen sowie die schlechte Erreichbarkeit des Kundendienstes. Insbesondere aber das 1-Euro-Probeabo sorgte für viele verärgerte Kunden und negative Presse. Dieses Abo verlängerte sich nach sehr kurzer Zeit automatisch in eine Mitgliedschaft, die mehrere hundert Euro kostete. eDarling, die erst im Frühling 2009 an den Start ging, hat diese aggressive Form der Vermarktung aufgrund der vielen Proteste im Oktober 2009 wieder eingestellt. Die schlechten Ergebnisse aus unserer Erhebung von 2010 haben sich mittlerweile deutlich relativiert. eDarling liegt im 2012 nun im „grünen Bereich“ und wird sogar weniger häufig online mit Betrugverwürfen in Verbindung gebracht als die direkten Konkurrenten ElitePartner und Parship.

KissNoFrog

Zu KissNoFrog haben wir kein spezifisches Problem-Thema zur Internet-Abzocke gefunden.

iLove

Viele Singles klagten über „iLove Abzocke“ mit teuren SMS für 4.50 Euro.

Resultate zu Abzocke und Seriosität von Singlebörsen

Die Grafik mit der Abzock-Quote gibt lediglich ein ungefähres Bild darüber, bei welchen Singlebörsen relativ zu anderen besonders viele Beanstandungen im Internet zu finden sind. Eine Abzock-Quote von 2% bedeutet nicht, dass sich 2% der User durch die Partnervermittlung abgezockt fühlen. Sie bedeutet lediglich, dass auf zwei von hundert Webseiten, bei denen der Markenname der Singlebörse vorkommt, ebenfalls das Wort „Abzocke“ verwendet wird. Auch dieser Artikel hier wäre bei der Messung als „Abzocke“ mitgezählt worden. Somit sind auch Texte mit „eDarling macht Schluss mit Abzocke“, „das mit der Abzocke bei Parship kann ich nicht bestätigen“ oder „keine Abzocke bei ElitePartner“ in der Abzock-Quote aufgeführt.
Ein weiteres Problem ergibt sich, wenn Singlebörsen generische Begriffe wie „Single“, „Cafe“ oder „Neu“ im Markennamen nutzen. Hier haben wir jeweils nach der ganzen Schreibweise, also beispielsweise „neu.de“, gesucht. Ansonsten wäre das Bild zu verzerrt. Damit sind aber viele Seiten nicht erfasst, bei welchen die Kontaktbörse ohne Domain-Endung erwähnt wird.

Wir sind dennoch überzeugt, dass diese Erhebung – die erste in dieser Art überhaupt – ein brauchbares erstes Bild über die Seriosität von Singlebörsen gibt.

Wie Sie sehen, sind die meisten online Partnervermittler im grünen Bereich. Wenn Sie sich für einen dieser Anbieter entscheiden, dann liegen Sie auf der sicheren Seite. Vergessen Sie aber nicht, das zu tun, was man als Teil des gesunden Menschenverstandes bezeichnen kann: Die Vertrags-Bedingungen durchzulesen, bevor Sie etwas unterschreiben – auch wenn es sich dabei „nur“ um einen online abgeschlossenen Vertrag handelt.

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Siehe auch:

Abzocke Vorwürfe an Singlebörse (Sat1, akte 20.10)
Mottos Singlebörsen: Slogans und Claims im Vergleich
Bundesländer: Singlebörsen im Vergleich
Preis-/Leistungsverhältnis von Singlebörsen und Partnervermittlungen
Abzocke und Betrug bei Parship?